Wir gehören zu einer Generation, die derzeit oft als „Generation Krise“ bezeichnet wird. Muss man uns deswegen bemitleiden?
Willkommen in der „Generation Krise“. Eine globale Finanzkrise, rasant steigende Arbeitslosenzahlen, Staatsschulden in astronomischen Höhen und schlechte Jobaussichten selbst für Akademiker. Unsere Generation hat tatsächlich einigen Anlass, sich über ihr Erbe zu beklagen. Die Welt, die uns hinterlassen wird, stellt uns vor große Herausforderungen. Und bislang ist noch unklar, wie wir sie meistern können.
Es gibt also gute Gründe, uns zu bemitleiden. Aber keine Sorge, das braucht niemand zu tun. Das tun wir nämlich selbst schon ausgiebig. Mitleiderregend ist nicht in erster Linie unsere Lage, sondern wie wir damit umgehen. Natürlich ist die Versuchung groß, sich bemitleiden zu lassen. Oder einfach gleich im Selbstmitleid zu versinken. Doch die Wahrheit ist: Die „Generation Krise“ kann es sich einfach nicht leisten, zur „Generation Selbstmitleid“ zu werden.