Weihnachten, das Fest der Hoffnung auf eine bessere Welt ist noch nicht vorbei – da erhält die Hoffnung schon den ersten Dämpfer. Es ist ein heftiger Dämpfer, einer der uns traurig und wütend macht – oder machen sollte – und umso mehr wütend, weil wir so wenig dagegen tun können.
Ein Mensch, der von seinen Menschenrechten Gebrauch machte, ein Mensch, der versuchte, für sich und seine Landsleute die Hoffnung auf eine bessere, auf eine freiere Welt in die Tat umzusetzen, ein Kämpfer für die Demokratie wird in einem merkwürdigen Verfahren zu einer selbst für die Maßstäbe seines Landes unverhältnismäßig hohen Strafe verurteilt. Ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag, ausgerechnet, nachdem wir erst am Vorabend die Botschaft von der Befreiung von Ungerechtigkeit und Unterdrückung gehört haben.